Oder: Warum wir aufhören sollten, alles richtig machen zu wollen – eine Rückschau.

An drei Montagen wurde in einer Gruppe von Eltern aus dem Stadtteil über Vieles diskutiert. Zum Beispiel darüber, warum manch einem die Erziehungsaufgabe manchmal schier unmöglich erscheint und welche Möglichkeiten wiederum jeder hat, ruhig mit den Entwicklungsschritten von Kindern umzugehen und diesen die notwendige Orientierung zu vermitteln.

Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Familienbildungsstätte Die Wiege e.V. und unserem Familienzentrum leitete der Familientherapeut Achim Schad das offene Intervallseminar. Neben viel Raum für Fragen und Diskussionen wurden theoretische Ansätze wie bspw. das Konsequenzmodell vermittelt und auf ihren Bestand in der Praxis geprüft.

Einige Beispiele:

  • Aus der kontraproduktiven Jain-Haltung ausbrechen und zwei zeitlich begrenzte aber klar definierte Situationen („Nein“ und „Ja“) schaffen
  • Innerhalb eines gesetzten Rahmens Raum für Selbstbestimmtheit des Kindes schaffen: zwei realistische Handlungsoptionen anbieten, ohne dabei in eine Vorwurfshaltung zu verfallen
  • Bei Konfliktsituationen zwischen Kindern möglichst nicht Partei ergreifen und auf die sozialen Mechanismen ohne Intervention von außen vertrauen


Durch den zeitlichen Abstand zwischen den drei Seminar-Einheiten hatten die Eltern die Möglichkeit, Themen zu reflektieren, neue Methoden im Familienalltag auszuprobieren und anschließend wieder mit in das Seminar zu tragen. Wir bedanken uns bei Achim Schad für die hilfreichen Schilderungen und erfrischenden Beispiele.